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Wie war die Vorbereitung? Bist du fit genug? Was haben die Anderen den Sommer über gemacht? Ist das Material auf Topniveau? Sind alle Sponsoren zufrieden? 

Der Saisonstart ist immer eine besondere Situation. Man hat noch keinen Rhytmus was das Renngeschehen angeht. Man ist unsicher bezüglich des Materials und auch bezüglich des Trainingszustandes. Die Tatsache das man als Athlet durch Social Media über Schritt und Tritt der Konkurrenz Bescheid weiß macht es auch nicht leichter, den wie sagt man so schön?

Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner.

Doch ist es das wirklich und nimmt diese Nervosität mit der Routine ab? Mittlerweile bin ich seit 6 Jahren im Weltcup, war bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften usw. am Start und kann für mich sagen, NEIN es wird nicht leichter. Die Selbstzweifel vor der Saison bleiben und lassen sich nicht so schnell abschütteln wie man sich das vielleicht wünscht. 

Was sich jedoch ändert, man lernt damit umzugehen. Das ist nichts was von heute auf morgen passiert und schon gar nicht etwas wofür es ein Patentrezept gibt. 

Hier hört man auch immer wieder Sätze wie :

„Im Sport geht’s ja nicht ums blanke Überleben.“

Stimmt erstmals. Darum geht es nicht. Doch bei genauer Betrachtung irgendwie schon. Das Leben eines jeden Sportlers ist zu 100% auf Erfolge ausgelegt. Sowohl emotional, gesellschaftlich aber auch finanziell. Somit bedeutet jeder Misserfolg doch auch die ein oder andere negative Auswirkung.

Ich für meinen Teil habe hier einen Weg gefunden welcher mich aus diesem diffusen Zustand der Unsicherheit herausführt. 

Es ist die Erkenntnis darüber, dass ich die Dinge die ich mache für „MICH“ mache. Das ich „MEINEN“ Weg gehe und stolz darauf bin was ich bis jetzt erreicht habe.

Ich glaube, dass ist der Weg der uns alle auf mentaler Ebene stärker und besser machen kann. 

Denn nur wenn man auf sich und seine Leistung selbst stolz sein kann, ist die Furcht vor Fehlern akzeptierbar und bringt uns nicht mehr aus der Ruhe.

 

Auf dem Weg zu einer solchen Erkenntnis, welche doch näher liegt als man denkt haben mich Freunde unterstützt, Eltern und natürlich auch ein Mentaltrainer. Doch das alles ist erst etwas wert, wenn man es selbst spürt und auch in der Lage ist es umzusetzen.

 

 

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