JA – Meteora ist jeden einzelnen Besuch wert und darf definitiv auf keiner Griechenland reise fehlen! Doch was genau ist Meteora und warum ist es mir so wichtig das ich einen eigenen Beitrag über ein paar Felsen mit Klöstern drauf verfasse?
Übersetzt bedeutet Meteora soviel wie „in der Luft schwebend“ und genau das ist es auch was einen hier erwartet. Man fühlt sich sofort an den Film Avatar erinnert wenn man die bizarren Sandsteinfelsen bei Nebel in den Himmel ragen sieht. Schon die Natur alleine wäre hier genug um einen mehrtägigen Stop einzulegen, aber zu allem Überdruss wurden ursprünglich mehr als 24 Klöster und Einsiedeleien auf und in den Felsen errichtet.
Von diesen sind zwar nur noch sechs bewohnt, doch wer sich nicht scheut die Lauf oder Wanderschuhe zu schnüren, derkann einiges mehr an Überresten aus der Boomzeit des Klosterbaues bestaunen.
Die ersten Einsiedeleien wurden bereits im 10 Jh. errichtet und lassen sich auch mit Funden in der Region belegen. Spätestens mit dem Eintreffen eines vom Berg Athos geflohenen Mönch im Jahre 1334 begann der Aufstieg der Klöster und es entwickelte sich eine Klostergemeinschaft unter Vorbild der Mönchsrepublik im Osten Griechenlands. Wer mehr über die Mönchsrepublik Athos erfahren möchte, der findet unter dem Link alles notwendige für einen Besuch.
Von eben jenem Mönch, Athanasios, wurde auch das bis heute größte und einflussreichste Kloster gegründet. Megalo Meteoro – näheres dazu im letzten Abschnitt.
Anreise: Bitte checkt gleich diesen Artikel.
Ich unterteile sie hier zur leichteren Orientierung in drei Abenteuerbereiche. Von schönen Radrunden über leichte Wanderungen bis hin zur spektakulären Bergtour ist hier alles mit dabei. Aber soviel vorne weg – wenn ihr auf den Felsen von Meteora zu Erkundungstouren aufbrecht so vergesst nie das man auch wieder runter muss. Und ja, das gestaltet sich zum teil deutlich schwerer als der Aufstieg…..
Wenn man nach Meteora kommt will man vor allem eines – hoch hinaus.
Noch nie habe ich erlebt das Felsen eine derartige Anziehungskraft ausüben wie hier in Mittelgriechenland. Auf den ersten Blick wirken die meisten der Felsspitzen auch wirklich machbar und viele sind es auch. Die leichtesten unter ihnen lassen sich mit etwas Trittsicherheit wirklich im „vorbeigehen“ mitnehmen. Wer jedoch höher hinaus möchte der braucht auf jeden Fall Kletterausrüstung und auch die nötigen Skills.
Kleiner Tipp: Auch die Guides vor Ort sind wirklich top und vor allem äußerst hilfsbereit. Am besten am Camping Kastraki nachfragen, hier kennt jeder jeden.
Am Ende des Dorfes Kastraki findet sich linker Hand der Felsen von Doupani. Dieser beinhaltet nicht nur die Überreste der des ältesten Kloster, sondern auch die größte Anzahl an einfachen Routen im Schwierigkeitsgrad 5b bis 6a+. Vor allem kann man hier relativ entspannt in das doch spezielle Klettergefühl in Konglomerat eintauchen und sich die spartanische Absicherung zwischen den Ständen mal genauer ansehen.
Im Gegensatz zu einer echten „Via Ferrata“ ist hier etwas mehr an Klettererfahrung notwendig, aber wer über die notwendigen Skills verfügt wird dafür mit einem genialen Ausblick auf Kalambaka belohnt.
Großteils handelt es sich bei diesem Aufstieg um eine normale Wanderung im Herzen der Felsformationen. Nur der Schlussanstieg welcher historischen Mönchspfaden folgt, umfasst einfache Kletterei im 2ten Grad. Die Traversen sind allerdings relativ ausgesetzt und aus diesem Grunde ist ein Seil (20m) zwingend notwendig. Auch Zwischensicherungen und ein Kletterhelm gehören zur Grundausstattung.
Da sich die Routenbeschreibung relativ kompliziert darstellt würde ich vorschlagen einfach dem GPX zu folgen.
Dann ist man auf der sicheren Seite.
LINK ZUm GPX: https://www.wikiloc.com/via-ferrata-trails/via-cordata-adrakhti-megale-agia-meteora-171561236
Wo man nicht zu Fuß oder mir dem Rad war, da war man nicht richtig.
Ich glaube diesem Satz haftet etwas wahres an, denn nur wer sich die Zeit nicht und Meteora per Muskelkraft erkundet wird die Faszination dieses Ortes wirklich begreifen können. Die Hier vorgestellten Touren führen zum einen auf den Aussichtsberg schlecht hin – den heiligen Geist oder mit dem Fahrrad in wenigen Kilometern rund um das komplette Felsareal und vorbei an nahezu allen Klöstern.
Wer auch immer Kastraki besucht, der hat ihn immer im Blick.
Den „heilige Geist“, welcher über den Ort wacht und auch die ein oder andere Überraschung beherbergt. So ist der Zustieg an sich schon ein Erlebnis und führt durch den malerischen Ort immer auch die Südseite des Felsen zu. Diese von unten sehr beängstigende Wand lässt sich dann auf einem versicherten und gut markierten Weg nach oben durchqueren und spuckt einen in einer spektakulären Schlucht wieder aus.
An deren Ende wartet dann eine kleine Kapelle und ein romantischer Picknickplatz. Wer es gerne noch etwas „aussichtsreicher“ hat schwingt sich linker Hand über die Leiter hinauf bis zur Glocke welche bereits von Kastraki aus zu sehen war.
Ob Rennrad, Mountainbike oder Elektrohobel, hier steht definitiv der Ausblick und das Erlebnis im Vordergrund.
Unsere Route startet in Kastraki und führt gegen den Uhrzeigersinn um das Massiv. Hier lässt sich aber natürlich auch die andere Richtung wählen tut dem Erlebnis keinen Abbruch. Kleiner Tipp: Schaut das ihr zu „golden hour“ am höchsten Punkt seit, der Sonnenuntergang ist unglaublich!
Wer Meteora besucht kommt an einem nicht vorbei – den Klöstern.
Auch wer absolut nichts mit Religion am Hut hat sollte sich die Zeit nehmen und zumindest das größte der Klöster besuchen. Alleine die Lage und die absolute verrückte Bauweise sind es wert die Besucherströme aus Fernost zu ertragen.
Wer Meteora besuchen will muss ja auch irgendwo nächtigen und da kann ich den Campingplatz Kastraki wirklich empfehlen, auch wenn er schon etwas in die Jahre gekommen ist.
Wer auch immer Meteora besucht kommt an einem Klosterbesuch nicht vorbei. Und wenn man sich schon nur eines aussucht, so muss es auf jeden Fall das größte und älteste von Meteora sein. Maglio Meteoron lässt sich relativ bequem per Auto anfahren und über 300 in die Felsen geschlagenen Stufen erreichen. Zugegeben im Sommer kommt man etwas ins Schwitzen, aber der Ausblick ist es auf jeden Fall wert!
Wer es gerne etwas sportlicher hat, der wandert einfach zum Kloster. Von Kastraki oder Kalambaka sollte man in knapp einer Stunde auf jeden Fall am Eingang stehen.
Kleiner Tipp: Lange Hosen und bedeckte Schultern nicht vergessen den vor allem nackte Beine werden von den Mönchen nicht gerne gesehen…
Der über 70 Jahre alte Campingplatz am Ortseingang nach Kastraki ist wahrlich eine Institution in Meteora und für jeden Camper ein Muss. Natürlich hat der Campingplatz schon etwas an Renovierungsmaßnahmen notwendig, aber es ist sauber, nett und vor allem die Gesichte hat es in sich.
Seit Anbeginn der Campingbewegung treffen sich hier die Kletterer, Entdecker und Naturliebhaber aus aller Welt. Ab man einen Kletterguide oder doch nur Souvlaki sucht, hier bekommt man alles.
Die deutschen Kletterpioniere Meteoras „Hasse und Stutte“ haben schon hier genächtigt und auch eines ihrer Erstwerke zurückgelassen. Dieses kann man sich an der Rezeption ausleihen und sich durch die einzelnen Episoden der Entdeckungszeit Meteoras lesen.
4. Juni 2026
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.