Mytikas – Ionische Küste
Von Lefkas geht es zurück auf das griechische Festland und entlang der ionischen Küste in Richtung Süden. Unser nächstes Ziel ist der kleine Ort „Mytikas“. Dieser wird nur in den wenigsten Reiseberichten vorkommen da er an sich auch wirklich nicht viel zu bieten hat. Ein paar Kaffees, Supermärkte und vor allem in der Nebensaison wirkt wirklich alles etwas verlassen. Das hat aber auch seine schönen Seiten. Kaum angekommen und den Camper am Strand abgestellt für einen kleine Pause, waren wir auch schon inmitten einer Schafsherde „gefangen“ und hatten das Vergnügen Schafe beim Strandlauf zu beobachten.
Der Ort verfügt über eine wirklich netten Klettergarten! Dieser befindet sich am Nordeingang des Ortes und liegt direkt oberhalb des wenig befahrenen Straße. Wer den „Brunnen“ linker Hand von Norden kommend gesehen hat, der ist schon zu weit.
Was den Klettergarten angeht findet man hier eine große Auswahl an unterschiedlichen Routen. Von 5a aufwärts ist alles dabei und vor allem auch bestens abgesichert! Definitiv der ideale Stop um sich schon mal an den griechischen Felsen zu gewöhnen und in Ruhe anzukommen.
Kalamos
Auch die Aussicht auf die gegenüberliegende Insel Kalamos ist wirklich beeindruckend und mit etwas Glück kann man hier riesige Delfinschulen beobachten. Die beste Zeit dafür ist gegen 14.00 und da in der Nähe der Aquakulturen.
Wer sich die Insel näher ansehen will sollte sich entweder am Hafen ein Taxi buchen oder muss über Nacht bleiben. Leider fahren die Fähren nur einmal täglich uns ermöglichen somit keinen Tagesausflug – zumindest im Früjahr.
Tipp: Sollten sie Campingplätze in Mytikas noch geschlossen haben, kann man bei der kleinen Kirche (nördlich des Ortes) ganz entspannt eine Nacht verbringen. Hier sollte man auf jeden Fall keine Probleme bekommen und steht mit Sonnenaufgang über dem Ort auch wirklich wunderschön am Sandstrand.
Ionische Küste Mytikas – Astakos – Varasova
Nach Mytikas geht es für uns in Richtung Süden. Immer der ionischen Küste entlang in Richtung Astakos. Leider ist das Wetter hier nicht ganz auf unserer Seite und der Wind macht uns den ein oder anderen Strich durch die Rechnung.
Aber landschaftlich ist dieser Abschnitt enorm reizvoll. Hier finden sich zahllose wilde Strandabschnitte, Badebuchten und kleine Orte welche es zu entdecken gilt. Für uns ist aber aus oben erwähnten Gründen erst in Astakos der richtige Zeitpunkt gekommen für einen, wenn auch nur kurzen Stopp.
Der Ort wurde mir von einen griechischen Bekannten empfohlen und ist wirklich sehr nett und bei entsprechendem Wetter auch sehr badetauglich. Bei uns könnte man aktuell eher mit einem Regenschirm Kitesurfen gehen, aber dem guten Essen an der Promenade tut das keinen Abbruch. Also kulinarisch war der Stop auf jeden Fall „sehenswert“ und jetzt geht es weiter zu unserem Lieblingsspot aus dem letzten Jahr „Varasova“.
Varasova
Der Ortsbegriff Varssova ist vielleicht etwas irreführend da es sich eigentlich um den Felsen Varasova handelt, aber da wir ja in erste Line deswegen auch hier sind belasse ich es bei dem Namen.
Wobei Felsen ist auch etwas untertrieben, nennen wir es Gebirgsstock, das sollte passen.
Dieser erhebt sich gegenüber von Patras direkt aus dem Meer und eröffnet einem unglaublich Möglichkeiten für den Klettersport. Hier gibt es von der knackigen Sportkletterroute bis zur alpinen Bergtour absolut alles und das auch noch in einer Menge die jedes Zeitbudget übersteigt.
Zusätzlich ist der Ort mit seinem Ausblick und vor allem seiner Weite absolut einzigartig. Hier kann man nahezu endlos die Küste entlangwandern und kommt nicht wirklich wo an. Absolut empfehlenswert. Auch ein Kitestrand findet sich etwas westlicher. Die ca. 1 km entfernte Bar und Taverne runden das Paket für den kletterbegeisterten Urlauber ab.
PS: Die Süßwasserquelle an der kleinen Brücke ist ebenfalls einen kleinen Badebesuch wert!
Nützliche Klettertipps für Varasova findet ihr hier. Zusätzlich unten das GPX für eine der coolsten Wanderungen in ganz Griechenland welche euch auf den höchsten Punkt des Felsmassiv führt.